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Montagsgedanken

Es ist 4 Uhr morgens und ich kann nicht schlafen. Die Erkältung des Jahres hat jetzt auch mich erreicht und statt mich im Bett hin und her zu wälzen, arbeite ich an einer Hausarbeit für die Uni. Naja, ich habe daran gearbeitet. Während ich hier sitze und aus dem Fenster schaue, kommen mir viele Gedanken. Die ersten Vögel zwitschern im Wald vor dem Haus und ich wünschte, ich könnte einfach alles stehen und liegen lassen, um einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Ich liebe diese Zeit, wo kaum jemand unterwegs ist und man den Wald, den Strand und fast das ganze Dorf für sich alleine hat. Es ist vielleicht die einzige Zeit, in der man hier Ruhe finden kann.

Obwohl ich eigentlich gerade über Kommunikationsmodelle nachdenken sollte, schweifen meine Gedanken ab. Es ärgert mich, dass ich schon so lange nichts mehr auf dem Blog veröffentlicht habe. Fünf Texte habe ich als Entwürfe gespeichert und doch niemals online gestellt. Nichts gegen ein bisschen Digital Detox, aber drei Monate kommen mir doch sehr lang vor!

Der Grund für die Abstinenz ist so simpel, wie logisch. Ich habe neben dem Studium geschrieben. Wer den Blog länger verfolgt, weiß ja schon, dass ich immer mal ein Buch schreiben wollte. Ich begann Fragmente zu sammeln, Textfetzen, machte mir Notizen auf Einkaufszetteln und nutzte jeden Fetzen Papier. Innerhalb von drei Monaten schrieb ich etwas mehr als 70.000 Wörter auf 364 Seiten. Die eigentliche Arbeit wartete jedoch noch auf mich, denn ein fertiges Produkt war das noch lange nicht. Ein professionelles Lektorat und vier Testleser später war ich mir sicher, etwas Gutes geschafft zu haben. Nicht um auf eine Bestsellerliste zu kommen. Einfach nur für mich. Ob ich den Text veröffentliche? Ja, unter einem Pseudonym. In der Welt des Selfpublishing, hat jeder Autor die Möglichkeit, gehört beziehungsweise gelesen zu werden und ich bin gespannt auf Anregungen und Meinungen. Trotzdem will ich mich auch schützen. Nicht alle Menschen meinen es gut und jeder hat auf die ein oder andere Art schon Bekanntschaft mit dieser Sorte Mensch gemacht. Außerdem neigen besonders die Menschen dazu, die meinen Blog angeblich nie lesen, ihn auf unangenehme Art und Weise zu zerpflücken, Fakten zu verdrehen und mich mit einem schlechten Gefühl zurück zu lassen. So viel dazu.

Als ich in der 8. Klasse war, führten wir mit dem Schultheater Fahrenheit 451 von Ray Bradbury auf. In dem Stück gab es ein Zitat, dass mir für immer in Erinnerung geblieben ist:

“Everyone must leave something behind when he dies, my grandfather said. A child or a book or a painting or a house or a wall built or a pair of shoes made. Or a garden planted. Something your hand touched some way so your soul has somewhere to go when you die, and when people look at that tree or that flower you planted, you’re there.”

Von da an wusste ich, dass ich auch etwas zurücklassen wollte. Eine Erinnerung, etwas das mir am Herzen liegt. Also gebe ich euch jetzt noch einen persönlichen Tipp zum Schluss. Tut was euch am Herzen liegt. Erfüllt eure Träume, egal wie albern oder übertrieben sie scheinen mögen, oder was andere Menschen darüber denken. Irgendwann ist es zu spät und am Ende bereut man nur die Dinge, die man nicht getan hat.

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